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Das geniale Tool um dein Griffbrett endlich zu verstehen

September 14, 2017

 

 

Eine der großen Herausforderungen für jeden Gitarristen besteht darin, das gesamte Griffbrett zu meistern. Wie spiele ich Tonleitern und Akkorde in höheren Lagen, wie benenne ich die Töne? Und wie kann ich mir das alles merken? Diese Fragen habe auch ich mir am Anfang meiner Laufbahn als Gitarrist sehr häufig gestellt und das Griffbrett schien einfach undurchschaubar zu sein. Das liegt vor allem daran, dass dieselbe Note an unterschiedlichen Positionen des Griffbretts zu finden ist. Ein Problem, welches z.B. Pianisten nicht kennen, denn auf dem Klavier findest du jede Note exakt an einer einzigen Stelle. Welch ein Luxus!

 

Heute lernst du daher die Grundlage eines Systems kennen, welches ungemein nützlich für dich sein wird.

Jede Tonleiter und jeder Akkord hat einen Ton, zu dem alle anderen Töne hin tendieren. Diesen Ton nennen wir den Grundton (im englischsprachigen Raum „root“ genannt) und dieser gibt dem jeweiligen Tongebilde auch seinen Namen. Denke nur an die Akkorde, die du bereits kennst und die Mollpentatonik. Sie sind alle jeweils nach einem Ton benannt. Eben dem Grundton. Wenn wir wissen, wo dieser Grundton sich auf dem Griffbrett befindet, dann können wir zukünftig auch alle Akkorde und Tonleitern bilden, die es gibt.

Wir teilen unser Griffbrett in 5 Grundtonfingersätze (Root Shapes) ein, um die herum wir Akkorde und Fingersätze für Tonleitern bilden können. Wir suchen dazu den nächstgelegenen Ton desselben Namens, entweder eine Oktave höher oder tiefer.

 

Hier eine Übersicht über die 5 Root Shapes für den Ton F (unseren tiefsten greifbaren Ton):

 

 

 

 

Das mag nun erst einmal verwirrend sein, aber nun bilden wir alle Root Shapes einzeln. Dann ist das gar nicht so schwer.

 

 

Root Shape 1:

 

 

Root Shape 2:

 

 

Root Shape 3:

 

 

Root Shape 4:

 

 

Root Shape 5:

 

 

 

 

TIPP: Greife alle Töne, die zwei Bünde voneinander entfernt sind, mit dem ersten und dritten Finger. Für die Töne, die drei Bünde voneinander entfernt sind, benutze den ersten und vierten Finger.

 

Nach dem Root Shape 5 (im folgenden nur noch RS genannt) beginnt es wieder von vorne mit dem RS 1, danach RS 2 etc. Dadurch hast du nun alle Töne F auf deinem Griffbrett gelernt. Nicht schlecht, oder?

 

Aber kann ich das auch auf alle anderen Töne übertragen? Aber natürlich.

Von der leeren D-Saite ausgehend starten wir mit RS 2. Von dort aus können wir wieder alle weiteren Root Shapes bilden, also mit RS 3 (3. Bund B-Saite auf 5. Bund A-Saite) und danach RS 4 und so weiter.

 

Root Shapes für den Ton D:

 

 

 

 

Wir können diese 5 Fingersätze bei jeder Note an jeder Position des Griffbretts starten. Die Fingersätze werden immer gleich aussehen und immer in der gleichen Reihenfolge auftreten. Vor jedem RS 2 ist ein RS 1. Nach jedem RS 4 folgt ein RS 5, danach wieder ein RS 1 usw.

 

Hier zum Beispiel die Root Shapes für den Ton G. Das tiefstmögliche Root Shape können wir von der leeren g-Saite aus bilden. Das ist das RS 5. Von dort aus fahren wir mit RS 1 fort.

 

 

Root Shapes für den Ton G:

 

 

 

Damit hast du ein verlässliches System, wirklich jede Note auf dem Griffbrett zu finden.

Hast du noch Schwierigkeiten, die Töne auf dem Griffbrett zu benennen? Dann empfehle ich dir meinen Beitrag Harmonielehre 1. Da lernst du ein wirklich kinderleichtes System kennen, die Töne auf deinem Griffbrett zu lernen.

 

 

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Oliver Székely

  • Gitarrist Live und im Studio

  • Gitarrenlehrer mit über 25 Jahren Erfahrung

  • Musikschulleiter

  • Buchautor

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